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24Mrz/1422

FritzBox: DynDNS mit freedns.afraid.org

Wenn man Serverdienste am privaten Internetanschluß  betreiben möchte, braucht man - neben entsprechender Portfreigaben - eine feste IP Adresse. Leider wird bei fast allen Internetprovidern die Internetverbindung nach 24h zwangsgetrennt oder zumindest die IP-Adresse erneuert. Bei einigen Providern kann man eine nicht wechselnde, feste IP gegen eine kleine Servicepauschale buchen. Es geht aber auch kostenlos: Dynamic DNS, kurz DynDNS. Hierbei überträgt der Router die aktuelle IP-Adresse (und sobald sie sich ändert) an einen DynDNS Anbieter. Bei diesem kann man sich eine Subdomain erstellen, welche dann immer auf die gerade vergebene IP-Adresse zeigt.

Ich habe einige Jahre den wohl bekanntesten Dienst dyndns.com bzw. dyn.com benutzt. Dieser bietet aber mittlerweile nur noch eine, von ursprünglich drei kostenlosen Subdomains an und erfordert eine Aktualisierung der IP-Adresse innerhalb eines gewissen Zeitraumes. Ist man jetzt einige Wochen im Urlaub und hat den heimischen Router vom Netz genommen, deaktiviert dyn.com die eingerichteten Domains, unschön.

Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf den Service von freedns.afraid.org gestoßen, für welchen ich in Verbindung mit einer FritzBox folgend eine step-by-step Anleitung anbieten möchte.

Quasi jedes FritzBox Modell mit halbwegs aktueller Firmware sollte diese Funktion unterstützen. Ich beziehe mich hier beispielhaft auf eine FritzBox 6360, auf welcher z.Zt. die Firmware in Version 6.04 installiert ist.

  1. Account unter freedns.afraid.org erstellen (komplett kostenlos)FritzBox Dynamic DNS
  2. Links im Menü Dynamic DNS aufrufen und über "Add" eine neue Subdomain anlegen:
    Type: A (sollte dein Provider IPv6 Adressen vergeben, so wähle hier AAAA)
    Subdomain: frei wählbar
    Domain: auch frei wählbar
    Destination, TTL und Wildcard brauchen nicht ausgefüllt werden
  3. Nochmal über das linke Menü Dynamic DNS aufrufen
  4. Rechts neben der Domain den Link Direct URL kopieren
  5. Die Konfig der FritzBox per http://fritz.box aufrufen
  6. Navigieren zu: Internet > Freigaben > Dynamic DNS (Direktlink)
  7. Haken bei Dynamic DNS benutzen aktivieren
    Dynamic DNS-Anbieter: Benutzerdefiniert
    Update-URL: hier den kompletten Link einfügen, der von Direct URL bei freedns.afraid.org kopiert wurde (bei IPv6 Anschlüssen, bitte mein Update am Ende dieses Beitrags beachten!)
    Domainname: die bei freedns.afraid.org registrierte Subdomain + Domain (z.B. fritte.homenet.org)
    Benutzername: dein Benutzername bei freedns.afraid.org
    Kennwort: das Passwort deines freedns.afraid.org Accounts
  8. Wenn alles geklappt hat, sollte unter Dynamic DNS bei freedns.afraid.org die eigene, externe IP-Adresse eingetragen werden (diese bekommt man selber per z.B. whatismyip.com heraus)

//Update (18.07.15): Wenn man einen IPv6 Anschluss hat, muss hinter der Update-URL noch "&address=<ip6addr>" eingefügt werden, sonst funktionieren die Updates nicht! Bsp.: https://freedns.afraid.org/dynamic/update.php?SupersecretSecret123&address=<ip6addr>

23Mrz/142

Eigene DNS Server auf FritzBox 6360

Bei der FritzBox 6360 handelt es sich um eine FritzBox mit integriertem Kabelmodem. Alle deutschen Kabelprovider provisionieren die Box, beudetet, dass sich die Box bestimmte Einstellungen von zentraler Stelle bezieht. So u.a. deaktivieren von normalerweise vorhandenen Menüpunkten, deaktivieren des Fernzugangs unter veralteten Firmwareversionen oder suchen und einspielen von Firmwareupdates.

Benutzt man eine 6360 im Netz von Kabel Deutschland, so ist auch der Menüpunkt zum Ändern der DNS Server ausgeblendet. Leider sind die DNS Server von Kabel Deutschland recht langsam und auch öfters mal gar nicht zu erreichen. Mit folgendem Link kann man die Konfigurationsseite aber trotzdem öffnen und andere DNS Server eintragen (Stand: Firmware 6.04):

http://fritz.box/internet/dns_server_enh.lua

Evtl. ist die Eingabe des Konfigurationspassworts nötig.
Nachdem man seine eigenen DNS Server eingetragen hat, sollte die Box neugestartet werden, damit die DNS Server übernommen und der DNS Cache geleert wird.

Beispiele für kostenlose DNS Server:

21Jul/130

OS X: Mauszeiger verschwindet bei Vollbildanwendung

Problem: Hat man mehr als einen Bildschirm am Mac angeschlossen und öffnet eine Anwendung im Vollbild (z.B. ein Youtube Video) auf einem Bildschirm und möchte auf einem anderen Bildschirm irgendetwas anklicken, verschwindet fortan der Mauszeiger. Elemente lassen sich zwar anklicken, aber da der Mauszeiger nicht mehr angezeigt wird erweißt sich dies als ziemlich schwierig.

Woran liegt das? Ich kann es nicht sagen. Es wird ein Bug in OS X sein, denn es taucht nicht nur bei Youtube Videos auf (=> Flash Player), sondern auch z.B. VLC, etc.

 

Lösung: Auf dem Bildschirm, wo der Mauszeiger verschwindet oben auf die Status-/Finderleiste klicken und schon erscheint der Mauszeiger wieder.

Leider nur ein Workaround, man kann nur auf einen Bugfix von Apple warten.

30Mrz/131

Time Machine: Prüfung des Backups fehlgeschlagen

Ich sichere mein MacBook Air mittels Time Machine. Time Machine ist eine wunderbare Backuplösung, die für mich perfekt funktioniert, sie ist kostenlos und schon im System integriert. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, danach läuft alles automatisch und im Hintergrund ab. Eben so, wie man das von Apple Software gewohnt ist. It just works!

Die Backups sichere auf meinem QNAP NAS. Das NAS bietet eine Time Machine Funktionalität an, ähnlich einer Time Capsule von Apple.

Vorgestern wollte das Backup aber leider nicht klappen. Time Machine zeigte mir die Meldung:

Time Machine - Überprüfen des Backups fehlgeschlagen

Time Machine hat eine Prüfung Ihrer Backups durchgeführt. Um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, muss Time Machine ein neues Backup für Sie erstellen.

Neues Backup erstellen? Das sollte wohl ein schlechter Witz sein und würde bedeuten, dass die Sicherungen des letzten 3/4 Jahres hinüber wären.

Backup später durchführen lies die Meldung verschwinden, der Backupvorgang startete aber natürlich nicht.

Per Google kam ich auf ein Supportdokument bei Apple. OS X führt ca. alle 4 Wochen eine Überprüfung der Backups durch. Eine Lösung zum Beheben oder Reparieren der Backups findet man dort aber leider nicht. Letztendlich habe ich eine Seite gefunden, die mir eine Lösung präsentierte, die dann bei mir auch geklappt hat. Die Durchführung möchte ich hier kurz auf Deutsch erklären:

  1. Mit der Netzwerkfreigabe verbinden, auf dem die Time Machine Backups gespeichert werden. Bei einem QNAP NAS heißt die Freigabe TMBackup, Benutzername ist TimeMachine, das Passwort (sofern vorhanden) sollte einem bekannt sein. Man kann es aber über das Webinterface des NAS ändern: Backup > Time Machine.
    Das Verbinden per Finder zur Netzwerkfreigabe geht per CMD+K, im darauf folgenden Fenster verbindet man sich mittels AFP Protokoll:
    afp://<IP des NAS>/TMBackup
    Benutzername: TimeMachine
    Passwort: das Passwort
  2. Terminal öffnen (Programme > Dienstprogramme oder per Spotlight: Terminal)
  3. Die Befehle müssen als root ausgeführt werden, also loggen wir uns mit diesem im Terminal ein: sudo su -
  4. Die Backups sind bereits als beschädigt gekennzeichnet. Damit Time Machine demnächst wieder Backups anlegt, müssen wir diese Kennzeichnung zurücksetzen. Uns interessiert der Name des sog. «sparsebundles» (ein Image Typ), dazu lassen wir uns mit  ls -al /Volumes/<Name der Netzwerkfreigabe>  den Verzeichnisinhalt der eingebundenen Netzwerkfreigabe anzeigen.
    Das Image hat üblicherweise den Namen des Gerätes (in meinem Fall z.B.: MacBookAir.sparsebundle ).
    Letztendlich entfernen wir das "beschädigt"-Flag per chflags -R nouchg /Volumes/<Name der Netzwerkfreigabe>/<Name des Image>.sparsebundle
    In meinem Fall also: chflags -R nouchg /Volumes/TMBackup/MacBookAir.sparsebundle
    Je nach Größe kann das jetzt etwas dauern.
  5. Ist der vorherige Vorgang abgeschlossen kann man die Überprüfung starten per:
    hdiutil attach -nomount -noverify -noautofsck /Volumes/<Name der Netzwerkfreigabe>/<Name des Image>.sparsebundle
    Es folgt eine Ausgabe (beispielhaft): 

    Auch dieser Vorgang kann sehr lange dauern. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man alles von einem Rechner ausführen, der per Netzwerkkabel mit dem Netzwerk verbunden ist.
  6. Den Status des Prüfvorgangs kann man sich anzeigen lassen: tail -f /var/log/fsck_hfs.log
  7. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, sieht man ein The Volume was repaired successfully (erfolgreich repariert) oder The Volume could not be repaired (konnte nicht erfolgreich reparieren).
  8. Bei letzterem Fall kann man es nochmal probieren: fsck_hfs -drfy /dev/diskXsY (X und Y müssen ersetzt werden, mit dem Wert, der vor Apple_HFSX steht), im hier gezeigten Beispiel wäre das also: fsck_hfs -drfy /dev/disk2s2
    Die Parameter -drfy stehen übrigens für: 

    • d für "Show Debug" (Anzeigen, was passiert)
    • r für "Rebuild Catalog Tree" (Katalog neu aufbauen)
    • f für "Force" (erzwingen)
    • y für "yes" (Abfragen automatisch mit 'ja' bestätigen)
  9. Anschließend bindet man das Volume aus dem Dateisystem aus: hdiutil detach /dev/diskXsY (X und Y wieder ersetzen).
  10. Zum Schluß muss man noch eine Datei bearbeiten. Sie enthält Infos zur letzten Backupüberprüfung. Auch hier muss man die Info zurücksetzen. Die Datei liegt auf oberster Ebene der Time Machine Netzwerkfreigabe und heißt com.apple.TimeMachine.MachineID.plist. Sie kann mit TextEdit geöffnet und bearbeitet werden.
    Zwei Zeilen müssen komplett entfernt werden: 

    Der Abschnitt:

    muss geändert werden zu:
  11. Jetzt kann man die Netzfreigabe wieder trennen und ein Backup manuell per Time Machine anstarten. Die ursprüngliche Fehlermeldung sollte jetzt nicht mehr auftauchen.
29Mrz/130

Finder: Größe der Seitenleiste festlegen/zurücksetzen

Sowohl unter OS X Lion, als auch Mountain Lion wurde meine Breite der Seitenleiste nicht richtig gespeichert. Sobald ich ein neues Finderfenster öffnete war die Einstellung wieder verworfen.

Wie der Finder die Einstellung für neue Fenster behält bzw. wie man die Ansicht resetten kann:

Wichtig: Durch dieses Vorgehen werden alle Einstellungen der Seitenleiste zurückgesetzt (also auch was dort alles angezeigt wird und in welcher Reihenfolge). Man sollte sich deshalb vorher einen Screenshot anlegen, damit man hinterher seine Ordner und die Reihenfolge dieser wiederherstellen kann.

  1. Per Finder und UMSCHALT+CMD+G (gehe zu Ordner) in den Preferences Ordner navigieren: ~/Library/Preferences/
  2. Bei gedrückter ALT/Options Taste die Seitenleiste verkleinern/vergrößern
  3. Dann die Datei com.apple.sidebarlists.plist löschen (oder zur Sicherheit vorher in einen anderen Ordner verschieben oder in com.apple.sidebarlists.plist.old umbennenen)
  4. Finderfenster schließen
  5. Ausloggen (wichtig, damit der Finder einmal korrekt beendet wird)

Wenn man sich dann wieder anmeldet und Finderfenster öffnet, werden diese mit der vorher festgelegten Größe der Seitenleiste angezeigt.

Die anzuzeigenden Ordner in der Seitenleiste kann man über Finder > Einstellungen (CMD+,) > Seitenleiste wieder einstellen.